Glossar
A
- Anzahl der Beinelemente
-
Die Anzahl der Beinelemente hat Einfluss auf das Transportmaß des Stativs. Verbreitet sind zwei, drei, vier und fünf Beinsegmente, wobei mit steigender Zahl der Beinsegmente das Transportmaß, aber auch der Durchmesser des dünnsten Beinsegments kleiner wird. Je größer die Anzahl der Beinsegmente, desto anfälliger gegen Schwingungen.
C
- Clips
-
Clips dienen der Arretierung der Beinelemente sowohl im ausgefahrenen als auch im eingefahrenen Zustand. Der Vorteil gegenüber einer Schraubklemmung besteht in der einfacheren und schnelleren Bedienung. Jedoch sind in Clips speziell bei billigen Stativen nicht so robust und neigt mit zunehmenden Alter zum Ausbrechen der Scharniere. Clips werden auch als Schnellspanner oder Klemmverschluß bezeichnet.
G
- Gewichtshaken
-
Der Gewichtshaken ermöglicht das Beschweren des Stativs durch das Anhängen eines Gewichtes (Steinbeutel u.a.), um die Stabilität des Statives zu erhöhen und Schwingungen zu reduzieren. Er ist am unteren Ende der Mittelsäule angebracht.
M
- Material
-
Die Bauteile eines Stativs können aus verschiedenen Materialien bestehen. Das Material der Stativbeine bestimmt, ob ein Stativ als Holzstativ, Carbonstativ oder Aluminiumstativ bezeichnet wird. Mittelsäule, Scharniere und andere Teile können auch aus anderen Materialien bestehen (Magnesium, Kunststoff).
Aluminium, Carbon und Holz haben verschiedene Eigenschaften. Carbon ist sehr leicht und es werden häufig geringere Materialstärken benötigt. Jedoch ist seine Verarbeitung sehr teuer, was sich auf den Preis niederschlägt. Ihm wird nachgesagt, dass es weniger zu schwingen neigt als Aluminium, was jedoch nicht immer der Fall ist. Aluminium ist schwerer und benötigt größere Materialstärken, ist jedoch wesentlich günstiger als Carbon. Holz benötigt wesentlich größere Materialstärken als Carbon und Aluminium, was zu einem hohen Gewicht führt. Dafür schwingen Holzstative nur sehr gering und kurz.
- Mittelsäule
-
Die meisten Stative besitzen eine Mittelsäule, die sich in ihrer Nutzbarkeit unterscheiden können. Der einfachste Bauform ist die Kurbel- und die Schiebemittelsäule, die fest mit dem Stativ verbunden sind. Ihre einzige Funktion besteht darin, eine größere maximalen Höhe zu ermöglichen. Eine größeren Nutzungsumfang ergibt sich, wenn sich die Mittelsäule aus dem Stativ herausnehmen lässt und auf dem Kopf stehend wieder in das Stativ einsetzen lässt. Dadurch können bei vielen Stativen Blickwinkel auf Bodennähe oder von oben auf den Boden realisiert werden. Bei wenigen Stativen lässt sich die herausnehmbare Mittelsäule auch als Einbein nutzen. Am variabelsten lassen sich Mittelsäulen nutzen, die sich auch horizontal ausrichten lassen.
Eine ausgefahrenen Mittelsäule speziell bei billigen Stativen führt zu größeren Schwingungsanfälligkeit und damit zu Unschärfen im Foto. Diese lässt sich reduzieren, wenn einen Fernauslöser und bei DSRL die Spiegelvorauslösung nutzt.
N
- Neoprenummantelung
-
Die Neoprenummantelung dient als Kälteschutz an kalten Tagen. Sie ist an den obersten Beinsegmenten angebracht und reduziert den Wärmestransport aus der Hand an die Aluminiumfläche und verhindert somit kalte Hände.
P
- Preis und Preisquelle
-
Wenn möglich wurde für den Preis die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) des Herstellers angegeben. War diese auf den Homepages der Hersteller nicht angegeben, wurde im Internet auf diversen Preisvergleichsplattformen (z.B. idealo.de, günstiger.de, billiger.de u.a.) nach Preisen gesucht. Dabei wurde nie das günstigste Angebot angegeben, sondern das Preislevel gewählt, bei dem zahlreiche Anbieter das Stativ im Angebot haben. Bei Preisvergleich zwischen den Stativen auf dieser Internetseite sollte immer die Preisquelle mit beachtet werden, da Internetpreise in der Regel günstiger sind, als unverbindliche Preisempfehlungen.
S
- Schnellkupplung
-
Die Schnellkupplung oder auch Schnellwechselplatte besteht aus zwei Komponenten. Ein Teil, die so genannte Platte wird an die Kamera geschraubt. Der zweite Teil, der Rahmen, wird auf den Stativkopf geschraubt, bzw. wird schon bei billigen Stativen beim Produktionsprozess in den Stativkopf integriert. Die Schnellkupplung hat den Vorteil, dass die Kamera nur durch die Betätigung eines Hebels vom Stativ entfernt werden kann und nicht erst abgeschraubt werden muss.
- Schraubklemmung
-
Die Schraubklemmung dient zu Arretierung der Beinelemente. Im Vergleich zu Clips sind sie robuster, jedoch umständlicher zu bedienen, besonders für Benutzer, die öfter mal in die falsche Richtung drehen. So kann es passieren, dass die Schraubklemmung zu fest zugedreht wird und sich nur mit viel Kraft wieder lösen lässt. Die Schraubklemmung wird auch als Klemmschrauben oder Schraubverschluß bezeichnet.
- Stativfüße
-
Als Stativfüße kommen sowohl Gummifüße als auch Spikes zum Einsatz. Spikes besitzen im Gelände gegenüber den Gummifüßen Vorteile. In einem Test von der Fachzeitschrift Spiegelreflex digital wurde festgestellt, dass die Nutzung von Spikes Schwingungen im Stativ stärker dämpft.
- Stativkopf
-
Zwischen Stativ und Kamera wird in der Regel ein Stativkopf geschraubt. Er erlaubt das Bewegen der Kamera auf dem Stativ. Verschiedene Bauformen von Stativköpfen sind im Handel erhältlich, die am weitesten verbreiteten sind der Kugelkopf, die 3-Wege-Kopf und der Panoramakopf. Die meisten hochwertigeren Stative werden ohne Kopf verkauft und ermögliche dadurch die individuelle Wahl eines Kopfes. Preisgünstigere Stative werden häufig mit integrierten Kopf verkauft.
- Stativtyp
-
Stative gibt es in vielen unterschiedlichen Bauformen, die ja nach Anwendung ihre Vor- und Nachteile haben. Die wichtigsten sollen in diesem Glossar erwähnt werden.
1-Bein: Einbeinstative bestehen aus einem Teleskopbein mit darauf befestigten Kopf. Sie sind handlich, haben wenig bewegliche Teile und sind leichter als 3-Beinstative. Sie lassen sich nicht frei aufstellen, sondern müssen immer festgehalten werden. Dadurch neigt es zu Verwacklungen.
3-Bein: Dreibeinstative sind die klassischen Stative. Es besteht aus drei Teleskopbeinen, die am oberen Ende miteinander verbunden sind. Es steht von alleine und neigt dadurch weniger zu Verwacklungen. Sie unterscheiden sich in der Bauform. Es gibt Stative, welche die einzelnen Beine in unterschiedlichen Winkeln abspreizen können und Stative, dessen drei Beine nur im gleichen Winkel abspreizen können. Letztere erkennt man durch Querstreben zwischen den Beinen.
Tisch-/Ministativ: In der Regel sind es Dreibeinstative mit sehr kurzen Beinen und meist geringere Tragfähigkeit. Sie zeichnen sich durch sehr niedriges Gewicht und kleines Packmaß aus.
Klemmstativ: Ein Klemmstativ besitzt keine Teleskopbeine, sondern eine Schraubzwinge, mit welchen sich das Stativ an einem Geländer oder Tisch befestigen lässt.
Saugnapfstativ: Ähnlich eine Ministativ, jedoch mit Saugnäpfen an den Füßen zur Befestigung an Glasscheiben oder anderen glatten Oberflächen (z.B. Autobleche).